Als gläubiger Mann, der schwul empfindet, stehst du in einem Kampf, den du nicht gewinnen kannst.
Auf der einen Seite steht dein Glaube, der dir Kraft gibt,
und auf der anderen Seite dein homoerotisches Gefühl,
wofür du dich nie bewusst entschieden hast.
Du kämpfst, koste es, was es wolle.
Aber du kannst die schwule Seite in dir nicht akzeptieren.
Du unterdrückst jedes in dir aufkommende erotische Gefühl.
Du erlaubst dir nicht, die aufkommenden Gedanken hin zu anderen Männern weiterzuführen.
Du betest, fastest und glaubst fest daran, dass Gott ein Wunder geschehen lassen kann.
Du hoffst auf deine Heilung.
Du findest dich immer wieder in deiner Neigung zu sündigen.
Zweifel kommt auf.
Du unterdrückst ihn.
Du bist für SEINE Gnade dankbar.
Du versprichst Gott, nie von ihm zu weichen.
Du fühlst dich schuldig, falsch und heuchlerisch.
Dein Leben fühlt sich an wie eine Show.
Du bist präsent, aber nie echt.
Du hast gelernt, deine Gefühle zu ignorieren.
Du sprichst mit niemandem über dein Empfinden und bist bereit,
dieses Geheimnis mit ins Grab zu nehmen.
Du bist dir sicher, niemand wird dich so richtig verstehen.
Du lebst in ständiger Angst, irgendwo, irgendwann, irgendwie aufzufliegen.
Du bist müde.
Müde vom Verstecken, vom Hoffen, vom Fallen und wieder Aufstehen.
Du bist müde vom Kampf gegen dein schwules Sein.
Lass es SEIN!
Was ist, wenn deine Neigung
nicht dafür da ist, dich zur Sünde zu bringen?
Sondern der Schlüssel, um dir die Tür aus deinem Gefängnis zu
öffnen.
Ich weiß, dass es sich erst einmal widersprüchlich anhört.
Nein, du musst dich nicht outen und all deine Werte über Bord werfen.
Aber wenn du das Gefühl hast, dass du trotz deines Glaubens keine Kraft mehr hast, zu kämpfen …
Wenn du spürst, dass deine Neigung nicht so richtig in das Konzept des freien Willens und zu dem Gefühl von Sünde passt.
Wenn du niemanden hast, bei dem du frei und ohne bereits bekannter Wertung, über deine Neigung reden kannst.
Wenn du in ständiger Angst lebst, dass du entlarvt werden könntest.
Dann mach dich bereit, deinen Schlüssel zu nutzen.
Öffne deinen Käfig und betrete einen Weg, der sich dir zeigen möchte.
Einen Weg, der dich finden lässt, was der Glaube dir versprochen hat.
Wenn in dir eine kleine Flamme der Neugier entfacht ist, schreib mir.
Lass uns reden!
Denn ich war genau da, wo du jetzt bist.

Hi, mein Name ist Peter und
ich bin als Schwuler in einer streng gläubigen (Mennoniten)
Familie aufgewachsen.
Der Glaube und die Gemeinde waren der Mittelpunkt meines
Lebens, und so musste ich einen Weg finden, um innerhalb meiner
Welt zu überleben.
Ich habe geheiratet und eine Familie gegründet.
Tat alles, was ich aus der Perspektive meines erlernten Glaubens für richtig hielt.
Jedoch wurde die Last meiner gelebten Lüge auf Dauer nicht tragbar. So hat mich das Leben an die Hand genommen und liebevoll mitten in meine Größte Angst gebracht.
Und was soll ich sagen?
Ich wurde geheilt!
Ich durfte ein völlig neues Leben entdecken.
Nicht getrennt von Gott, sondern tatsächlich in echter Verbindung.
Zum ersten Mal völlig frei von jeglicher Angst und Schuld.
Die erfahrene Heilung hat nicht mein Schwulsein genommen,
sondern die klare Wahrnehmung meiner Selbst ermöglicht.
Ich habe mich getraut, die Bekanntschaft mit dem zu machen, was ich Gott nannte.
Ich darf endlich ein wahres Leben in Freiheit leben, statt drüber zu predigen.
Das, woran ich so überzeugt geglaubt habe, ist in mein Leben getreten,
als ich den Kampf SEIN gelassen habe.
Denn, solange du dich im Kampf wiederfindest,
lebst du in einer illusionären
Verbindung mit Gott.
Erlaube dir, deine Lügen zu durchschauen, um Wahrheit zu
erleben.
Habe den Mut, deinen Weg zu betreten.
Ich begleite dich an deine Tür.
Den Schlüssel wirst du umdrehen.
Lass uns reden!
Peter